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Die Idee Die Konzertreihe soundcheck wurde anlässlich der documenta 11 im Jahre 2002 ins Leben gerufen, um in Kassel eine künstlerische Plattform für ganz spezielle, sorgsam durchdachte und inhaltlich schlüssige Konzert-projekte zu schaffen, die jeweils nur einmal stattfinden und in dieser Form anderswo nicht zu finden sind. Dieses Konzept soll nun im Zusammenhang mit der Berufung von Reinhard Karger als Professor an die Universität Kassel intensiviert und weiterentwickelt werden: Als Schnittstelle zwischen den künstlerischen Aktivitäten innerhalb der Universität und der innovativen Szene der zeitgenössischen Musik im nationalen und internationalen Rahmen - auch und gerade außerhalb der akademischen Zusammenhänge - soll soundcheck im Eulensaal den regen Austausch von Ideen zu den Fragen einer zeitgemäßen Musikästhetik befördern. Im Zentrum stehen neue und neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der Musik, aber auch überraschende Blicke in die Vergangenheit – geplant sind unter anderem Aufführung von Werken aus dem reichhaltigen Handschriftenarchiv der Murhardschen Bibliothek – erhalten ihren Platz im Programm, wobei neben der klingenden Musik immer die Reflexion, die Einordnung des Klanglichen in den jeweiligen geistigen und gesell-schaftlichen Horizont eine wichtige Rolle spielt. Zu diesem Zweck werden von kompetenten Gastautoren für jedes Konzert Originaltexte verfasst und vorgetragen.
Die Vorgeschichte Zur Veranschaulichung der Konzeption von soundcheck hier zwei Bei-spiele von insgesamt elf seit 2002 verwirklichter Projekte:
ClariNetWork, November 2003 Aus dem Umfeld des Frankfurter „Ensemble Modern“ wurde zur Realisation dieses Projektes fünf Klarinettisten zusammengebracht. Musik für 5 Klarinetten gibt es eigentlich nicht, also wurden einige Komponisten gebeten, Stücke für diese ungewöhnliche Besetzung zu schreiben. Diese Werke wurden im Konzert uraufgeführt und einer von Reinhard Karger durchgeführten Bearbeitung von Vokalmadrigalen des Renaissance-Komponisten Carlo Gesualdo gegenübergestellt. So ergab sich ein reizvoller Brückenschlag zwischen dem 16. Jahrhundert und der Gegenwart, vermittelt durch den ungewohnten Klang von 5 Klarinetten. Ergänzt wurde das Programm durch philosophisch-spekulative Texte von Verena Joos über den Charakter und Klang dieses Instruments.
O Du lieber Augustin, Dezember 2003 Neue Kompositionen und Chansons von Ernst Krenek und Gerhard Rühm (als deutsche Erstaufführungen) wurden einem Vortrag des Musik-wissenschaftlers Prof. Dr. Matthias Henke über den Wiener im All-gemeinen und im Speziellen („der Wiener lebt überall a bisserl ungern…“) gegenübergestellt, äußerst anschaulich vorgetragen vom österreichischen Schauspieler Peter Anger und dem Pianisten Hellmuth Vivell.
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