soundcheck im Eulensaal

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DER BLINDE SPIEGEL

Drei Streichquartette

 

Alban Berg, Lyrische Suite

Reinhard Karger, Der blinde Spiegel (UA)

Wolfgang Amadeus Mozart, Quartett G-Dur KV 387

Pacific Quartet Vienna

Mit einem Essay von Prof. Reinhard Karger

 

In diesem Streichquartett-Programm präsentiert soundcheck im Eulensaal das wunderbare junge Pacific Quartet Vienna mit Werken aus drei verschiedenen Epochen: Dem G-Dur-Quartett KV 387 von Wolfgang Amadeus Mozart aus dem Jahre 1782 und Alban Bergs Lyrischer Suite von 1926 wird die Uraufführung des ersten Streichquartettes von Reinhard Karger gegenüber gestellt. Den Ausgangspunkt für Kargers Komposition bildete die intensive literarische Begegnung mit dem großen österreichischen Schriftsteller Joseph Roth. Aus der Lektüre seiner Erzählungen entstand die Idee, eine musikalische Formulierung seines poetischen Kosmos zu versuchen, einige Aspekte dieser lapidaren und doch hochkomplexen Darstellung der untergehenden k.u.k-Monarchie und ihrer zwischen Größenwahn und Verzweiflung hin- und hergeworfenen Figuren in einer Komposition für Streichquartett zu spiegeln. Ausgangspunkt für die kompositorische Arbeit waren einige kurze Textfragmente aus der Erzählung Der blinde Spiegel von 1925 - das gesamte musikalische Material ist über verschiedene strukturelle Transformationsprozesse aus diesen sprachlichen Kraftzentren entwickelt. Das Werk ist dem Pacific Quartet Vienna gewidmet.

 

Pacific Quartet Vienna

Yuta Takase und Shang-Wu Wu, Violine

Marie Yamanaka, Viola

Sarah Weilenmann, Violoncello

 

Das Pacific Quartet Vienna wurde im November 2006 an der Wiener Universität für Musik und darstellende Kunst gegründet. Das junge Ensemble wird künstlerisch von Johannes Meissl (Artis Quartett Wien) betreut.

Meisterkurse besuchte das Quartett bei Valentin Erben und Hatto Beyerle (Alban Berg Quartett), bei Ferenc Rados, Evgenia Epshtein (Aviv String Quartet), Marino Formenti, Avedis Kouyoumdjian, András Keller (Keller Quartett), Josef Kluson (Prazak Quartet) und Erich Höbarth (Quatour Mosaique) sowie beim Artis-Quartett Wien und beim Tokyo String Quartet. 2007 konnten die vier MusikerInnen das Auswahlvorspiel von Live Music Now der Yahudi Menuhin Stiftung für sich entscheiden. 2008 hat das Pacific Quartet Vienna den 1. Preis beim VIII. Internationalen Marco Fiorindo Kammermusikwettbewerb (Italien) und den 3. Preis beim Josef Windisch Kammermusikwettbewerb gewonnen. Beim Pacific Music Festival 2007 und 2008 in Japan kam es zu einer intensiven Zusammenarbeit mit dem Tokyo String Quartet.

 

 

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Donnerstag, 26. Januar 2012, 20 Uhr

 

Konzertsaal des Instituts für Musik

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STREITHÄHNE

Konflikte in der Musik

Werke von Busoni, Kuhnau, Mahler, Rameau, Schumann und Weill

 

Studierende des Institus für Musik

Alena Ey, Lisa Faber, Katja Friedenberg, Nils Graumann, Kristin Hoffmann, Jörn Peeck,

Johanna Römer, Sebastian Schilling und David Visnadi

 

Konzeption und künstlerische Leitung - Hellmuth Vivell

 

Mit einem Essay von Verena Joos

 

 

„Wenn die Musik der Liebe Nahrung ist, spielt weiter“, lässt William Shakespeare seinen Herzog Orsino in „Was ihr wollt“ anordnen. Und im Kaufmann von Venedig preist Lorenzo „die Eintracht süßer Töne“. Die Verneigung des großen Elisabethaners vor der sittlichen Kraft und dem alles vereinenden Zauber der Musik, längst ins Schatzkästlein der geflügelten Worte aufgenommen, erfreut sich prominenter Nachfolger, von Goethe über Nietzsche und (ausgerechnet) Schopenhauer bis hin zu Herbert Rosendorfer. Sie übersieht die Tatsache, dass auch in der Musik, und vor allem um sie herum, schon immer und mit Verve gestritten wurde. Auf der Opernbühne ohnehin, ist doch der Konflikt das Salz in der Suppe des Musiktheaters. Aber auch in den Sängergarderoben, den Komponierstübchen, den Musikzeitschriften, den Konzertsälen ging es hoch her, bisweilen auch unter die Gürtellinie. „Streithähne“ ist eine musikalisch-essayistische Exkursion zu den Höhepunkten wie zu den Niederungen musikalischer Streitkultur, von Kuhnaus biblischer Sonate „Der Streit zwischen David und Goliath über Schumanns Davidsbündler Tänze bis hin zu Kurt Weills „Eifersuchtsduett“.

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Donnerstag, 15. März 2012, 20 Uhr

 

Konzertsaal des Instituts für Musik

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