soundcheck im Eulensaal

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Konzerte

Konzerte 2010

 

 

Das Akkordeon

Ein poetischer Blasebalg

 

Es ist ein „Gewächs“ des frühen 20. Jahrhunderts, doch seine Ursprünge weisen bis ins 4. vorchristliche Jahrhundert zurück. Es ist ein Instrument der Volksmusik, doch spätestens seit den 1980er Jahren ist es zu einem bevorzugten Experimentierfeld zeitgenössischer Komponisten avanciert. Seine Tonerzeugung beruht auf einem ausgeklügelten Zusammenspiel komplexer Mechanismen, und gleichzeitig beherrscht es die elementar menschliche Kunst des „Atmens“. Es verfügt über unverwechselbare Klangqualitäten, und gleichzeitig ist es ein veritables „Chamäleon“, das Akkordeon. Eines, das nicht nur einzelne Instrumente, wie etwa Geige, Schlagzeug oder Orgel imitieren, sondern gar die perfekte Illusion eines ganzen Orchesters erzeugen kann. Wenn, ja wenn es so virtuos und so beseelt gespielt wird wie von Harald Oeler, Jahrgang 1977, vielleicht dem erfolgreichsten, mit Sicherheit aber vielseitigsten und mit den renommiertesten Preisen ausgezeichneten jungen Akkordeonisten der deutschen Szene.

Harald Oeler - Akkordeon

Mit einem Essay von Verena Joos

Sofia Gubaidulina - De Profundis

Mazurka (Musette)

Domenico Scarlatti - zwei Sonaten

Clare Fischer - Salsa

Joh. Seb. Bach - Chaconne d-Moll nach BWV 1004

Arne Nordheim - Dinosauros

Astor Piazzolla - S.v.P.

W. A. Mozart - Andante F-Dur für eine Orgelwalze KV 616

John Zorn - Road Runner

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soundcheck 30

23. Januar 2009

20 Uhr

Eulensaal

der Murhardschen Bibliothek

 

 

 

 

 

 

 

Les fins de siécles

Musik für Klarinette und Klavier des

20. und 21. Jahrhunderts

1900. Der 38-jährige Claude Debussy hört erstmals auf der Pariser Weltausstellung ein javanisches Gamelanorchester und ist von dem fremden Klang fasziniert. Der Pariser Francis Poulenc, eben ein Jahr alt geworden, lauscht dem Klavierspiel seiner Mutter mit frühkindlicher Begeisterung. Der achtjährige Darius Milhaud aus Aix-en-Provence erhält seit einem Jahr Violinunterricht, fünf Jahre später entstehen seine ersten Musikstücke. Der 15-jährige Wiener Alban Berg beginnt als Autodidakt zu komponieren.

2000. Reinhard Karger, 47, schreibt in Kassel sein "Penrose piano book of pentatonic secrets“, Hellmuth Vivell gewidmet. Der Münchner Jörg Widman (27) erlebt auf der EXPO in Hannover die Uraufführung von "Dunkle Saiten" für Violoncello, Orchester und zwei Frauenstimmen. Francis Miroglio, gebürtig in Marseille, (76) arbeitet an einem Auftragswerk für „Les Percussions de Strasbourg“.

Zwei Jahrhundertwenden, fünf Generationen von Komponisten aus drei Nationen, sieben Individualstile. Denen doch eines gemeinsam ist: die Begeisterung für den (Zusammen)Klang von Klarinette und Klavier...

Stefan Hülsermann - Klarinette

Hellmuth Vivell - Klavier

Mit Essays von

Tillmann Eller und Christiana Voss

 

                 

Darius Milhaud — Duo concertant

Alban Berg  — Vier Stücke für Klarinette und Klavier op. 5

Claude Debussy — Première Rhapsody

Jörg Widmann — Fantasie für Klarinette solo

Francis Miroglio — et les bleu-violets sont dans le si… für Klavier

Reinhard Karger — mes adieux für Klarinette und Klavier

Francis Poulenc — Sonate für Klarinette und Klavier

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soundcheck 31

13. März 2009

20 Uhr

Eulensaal

der Murhardschen Bibliothek

 

Musica est ars bene canendi

Chormusik am Hofe des Landgrafen Moritz

Kammerchor der Universität Kassel

Leitung - Andreas Cessak

Moderation - Dr. Angelika Horstmann

 

Ab nach Kassel... das galt auch für die Kunstmetropole Kassel zwischen 1592 und 1620 als Landgraf Moritz von Hessen, eine schillernde Persönlichkeit mit umfassenden kulturellen Interessen, für Künstler aller Genre und aus ganz Europa ein Magnet war. Musikalisch begabte Schüler der von ihm gegründeten Hofschule "Collegium Mauritianum" schickte Moritz, selbst als Interpret und Komponist musikalisch aktiv und an allen Neuerungen auf diesem Gebiet interessiert, zu Giovanni Gabrieli in das damalige Mekka der Klangwelten, Venedig. Heinrich Schütz und andere brachten modernste Errungenschaften wie die Mehrchörigkeit, das Concertare oder auch die Kunst der musikalischen Rhetorik von diesen Reisen mit.

Aus der Mitte Deutschlands strömten nachfolgend mannigfaltige Impulse in andere Musikzentren. Kompositorische Zeugnisse dieser Musikbewegungen hören Sie in dem Konzert mit Werken aus der Notensammlung des Landgrafen Moritz aus Italien, Deutschland und England.

Werke von Giovanni Gabrieli, Johann Grabbe, Claudio Monteverdi,

Mogens  Pedersøn, Heinrich Schütz, Thomas Weelkes

Das Konzert wird durch eine kleine Begleitausstellung mit Original-Notendrucken der Zeit aus dem Bestand der Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardschen Bibliothek der Stadt Kassel ergänzt.

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soundcheck 32

29. April 2009

20 Uhr

Eulensaal

der Murhardschen Bibliothek

 

Liebst Du mich?

Musikkabarett nach Ronald D. Laing

Es singen, sprechen und spielen

Studierende des Instituts für Musik der Universität Kassel

Julian Birk, Tillmann Eller, Lisa Faber, Barbara Goldmann, Nicole Jukic,

Teresa Kahlert, Linda Kleber, Denis Knoche, Georg Krapp, Lea Kretzer,

Conny Lewandowsky, Tino Pietraßyk, Christian Schumacher, Ann-Kathrin Vogelmann und Susanne Weber

Gesamtleitung

Reinhard Karger

Ausgangspunkt dieser Aufführung, die von den Studierenden des Moduls „Projektarbeit“ am Institut für Musik der Universität Kassel gemeinsam entwickelt wurde, ist das Büchlein „Liebst Du mich?“, in dem der englische Psychiater Ronald D. Laing seine praktischen Erfahrungen in der Auslotung von Untiefen und Missverständnissen in der menschlichen Zweierbeziehung literarisch zugespitzt hat.

Diese kurzen, zum Teil aberwitzigen Schauspielszenen sind in der Aufführung verwoben mit Musik der Wiener Operettentradition, es werden Kompositionen von J. Strauss, E. Audran, J. Bayer, A. Czibulka, J. Lanner und C. Millöcker zu hören sein, in denen die Sehnsucht nach erfüllter Liebe und Glückseligkeit thematisiert ist.

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soundcheck 33

5., 6. Juni 2009

20 Uhr

Eulensaal

der Murhardschen Bibliothek

 

 

Ein Kagel-Schubert-Projekt

Sax Allemande

Frank Schüssler— Sopransaxophon

Arend Hastedt — Altsaxophon

Markus Maier— Baritonsaxophon

Mauricio Kagel — Der Mündliche Verrat

Franz Schubert — Streichtrio B-Dur Nr. 1 und Nr. 2b

„Große Musik ist gleichermaßen aufregend für Kinder und für Weise; ein Beweis ihrer Universalität und für uns Komponisten ein anzupeilender Maßstab. Sollte meine Musik überleben, dann deshalb, weil sie robust genug ist, hochspekulativen Analysen wie auch einem ‚naiven’ Hören standzuhalten. Das hat wenig mit Tradition oder Kompositionstechnik zu tun, aber sehr viel mit der Aufrichtigkeit dieser Musik.“ Mauricio Kagel

Mauricio Kagel stellte für Sax Allemande Stücke aus seinem Bühnenwerk Trahison Oracle zusammen und regte das Ensemble zu einer Gegenüberstellung seiner Musik mit der Franz Schuberts an. Eine Idee, die in das Programm Ein Kagel-Schubert-Projekt mündete. Die gleichnamige CD-Produktion des Ensembles wurde 2009 mit dem Echo Klassik ausgezeichnet. Nun ist das faszinierende Programm auch in Kassel zu hören!

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soundcheck 34

25. September 2009

20 Uhr

Gießhaus

 

 

Sport und Musik

Vom biblischen Speerwurf zur Fußball-WM

Ausführende

Hellmuth Vivell - Einstudierung, Leitung und Klavier

Martin Krasnenko - Bariton

Katja Friedenberg - Szene

Studierende des Institus für Musik der Universität Kassel

David Visnadi, Kristin Hoffmann, Johanna Römer
und Thomas Höhl - Klavier

Mit einem Essay von Verena Joos

Werke von

Georges Bizet, Georg Friedrich Händel, Leos Janácek, Charles Koechlin, Eric Satie und

Benjamin Schweitzer - Zeitlupen. Eine kleine Fußball-Collage

 

Der Sport braucht die Musik, das ist Binsenweisheit. Jeder Fußballweltmeisterschaft geht der Qualifikationsmarathon für den Motto gebenden Schlager voraus, jedem Anpfiff das Absingen der Nationalhymnen. Kein Eiskunstlaufwettbewerb ohne zusammengeschnipselte Tonkonserven, keine Rundfunkreportage ohne beruhigende oder Spannung aufbauende musikalische Intermezzi. Der Jogger joggt harmonischer mit dem Knopf im Ohr, die Aerobicerin ist ohne Rhythmuskorsett nicht denkbar, um nur einige Beispiele zu nennen.

Der Sport also braucht die Musik. Aber braucht die Musik den Sport? Sind aus den diversen Facetten der Leibesertüchtigung kompositorische Funken zu schlagen?

Sind sie. Und wie! Dieser Abend präsentiert musikalisch-sportive Pretiosen vom Barock bis in die Jetztzeit.
Frisch, fromm, fröhlich, frei. Fulminant.

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soundcheck 35

30. November 2009

20 Uhr

Gießhaus

 

 

Labirinto musicale -

musikalische Irrgärten

Auris Ensemble Aachen

 

Volker Mühlberg – Violine

Beatrix Hellhammer – Violine

James Bush – Violoncello

Johanna Seitz – Harfe

Leitung und Moderation - Michael Reudenbach

Werke von

Johann Sebastian Bach, Johann Caspar Ferdinand Fischer, Johann Erasmus Kindermann, Biagio Marini,

Johann Rosenmüller, Georg Philipp Telemann, Johann Theile und Samuel Scheidt

 

Mit einem musikalischen Labyrinth bezeichnet man im 17. Jahrhundert gerne Werke, die besondere harmonische Kunstmittel enthalten und den Hörer in Bezug auf eine Tonart bewusst in die Irre führen oder die nach höchst artifiziellen Satzregeln komponiert sind. Nun würde man allerdings fehlgehen, in den Irrgärten nur eine erhabene Geheimwissenschaft zu sehen. Zwar spricht eine zeitgenössische Quelle „von gantz sonderbahren Kunst-Stücken und Geheimnissen”, bestimmt die Kompositionen aber ausdrücklich „für die Liebhaber der Music, die belustigt und ergetzt” werden wollen – auch in diesem soundcheck-Konzert.

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soundcheck 36

31. Januar 2010

17 Uhr

Gießhaus