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Das AkkordeonEin poetischer Blasebalg
Es ist ein „Gewächs“ des frühen 20. Jahrhunderts, doch seine Ursprünge weisen bis ins 4. vorchristliche Jahrhundert zurück. Es ist ein Instrument der Volksmusik, doch spätestens seit den 1980er Jahren ist es zu einem bevorzugten Experimentierfeld zeitgenössischer Komponisten avanciert. Seine Tonerzeugung beruht auf einem ausgeklügelten Zusammenspiel komplexer Mechanismen, und gleichzeitig beherrscht es die elementar menschliche Kunst des „Atmens“. Es verfügt über unverwechselbare Klangqualitäten, und gleichzeitig ist es ein veritables „Chamäleon“, das Akkordeon. Eines, das nicht nur einzelne Instrumente, wie etwa Geige, Schlagzeug oder Orgel imitieren, sondern gar die perfekte Illusion eines ganzen Orchesters erzeugen kann. Wenn, ja wenn es so virtuos und so beseelt gespielt wird wie von Harald Oeler, Jahrgang 1977, vielleicht dem erfolgreichsten, mit Sicherheit aber vielseitigsten und mit den renommiertesten Preisen ausgezeichneten jungen Akkordeonisten der deutschen Szene. Harald Oeler - AkkordeonMit einem Essay von Verena JoosSofia Gubaidulina - De Profundis Mazurka (Musette) Domenico Scarlatti - zwei Sonaten Clare Fischer - Salsa Joh. Seb. Bach - Chaconne d-Moll nach BWV 1004 Arne Nordheim - Dinosauros Astor Piazzolla - S.v.P. W. A. Mozart - Andante F-Dur für eine Orgelwalze KV 616 John Zorn - Road Runner
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Les fins de siéclesMusik für Klarinette und Klavier des20. und 21. Jahrhunderts1900. Der 38-jährige Claude Debussy hört erstmals auf der Pariser Weltausstellung ein javanisches Gamelanorchester und ist von dem fremden Klang fasziniert. Der Pariser Francis Poulenc, eben ein Jahr alt geworden, lauscht dem Klavierspiel seiner Mutter mit frühkindlicher Begeisterung. Der achtjährige Darius Milhaud aus Aix-en-Provence erhält seit einem Jahr Violinunterricht, fünf Jahre später entstehen seine ersten Musikstücke. Der 15-jährige Wiener Alban Berg beginnt als Autodidakt zu komponieren. 2000. Reinhard Karger, 47, schreibt in Kassel sein "Penrose piano book of pentatonic secrets“, Hellmuth Vivell gewidmet. Der Münchner Jörg Widman (27) erlebt auf der EXPO in Hannover die Uraufführung von "Dunkle Saiten" für Violoncello, Orchester und zwei Frauenstimmen. Francis Miroglio, gebürtig in Marseille, (76) arbeitet an einem Auftragswerk für „Les Percussions de Strasbourg“. Zwei Jahrhundertwenden, fünf Generationen von Komponisten aus drei Nationen, sieben Individualstile. Denen doch eines gemeinsam ist: die Begeisterung für den (Zusammen)Klang von Klarinette und Klavier... Stefan Hülsermann - Klarinette Hellmuth Vivell - Klavier Mit Essays von Tillmann Eller und Christiana Voss
Darius Milhaud — Duo concertant Alban Berg — Vier Stücke für Klarinette und Klavier op. 5 Claude Debussy — Première Rhapsody Jörg Widmann — Fantasie für Klarinette solo Francis Miroglio — et les bleu-violets sont dans le si… für Klavier Reinhard Karger — mes adieux für Klarinette und Klavier Francis Poulenc — Sonate für Klarinette und Klavier |
13. März 2009 20 Uhr |
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Musica est ars bene canendiChormusik am Hofe des Landgrafen MoritzKammerchor der Universität KasselLeitung - Andreas CessakModeration - Dr. Angelika Horstmann
Ab nach Kassel... das galt auch für die Kunstmetropole Kassel zwischen 1592 und 1620 als Landgraf Moritz von Hessen, eine schillernde Persönlichkeit mit umfassenden kulturellen Interessen, für Künstler aller Genre und aus ganz Europa ein Magnet war. Musikalisch begabte Schüler der von ihm gegründeten Hofschule "Collegium Mauritianum" schickte Moritz, selbst als Interpret und Komponist musikalisch aktiv und an allen Neuerungen auf diesem Gebiet interessiert, zu Giovanni Gabrieli in das damalige Mekka der Klangwelten, Venedig. Heinrich Schütz und andere brachten modernste Errungenschaften wie die Mehrchörigkeit, das Concertare oder auch die Kunst der musikalischen Rhetorik von diesen Reisen mit. Aus der Mitte Deutschlands strömten nachfolgend mannigfaltige Impulse in andere Musikzentren. Kompositorische Zeugnisse dieser Musikbewegungen hören Sie in dem Konzert mit Werken aus der Notensammlung des Landgrafen Moritz aus Italien, Deutschland und England. Werke von Giovanni Gabrieli, Johann Grabbe, Claudio Monteverdi, Mogens Pedersøn, Heinrich Schütz, Thomas Weelkes Das Konzert wird durch eine kleine Begleitausstellung mit Original-Notendrucken der Zeit aus dem Bestand der Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Kassel - Landesbibliothek und Murhardschen Bibliothek der Stadt Kassel ergänzt. |
29. April 2009 20 Uhr |
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Liebst Du mich?Musikkabarett nach Ronald D. LaingEs singen, sprechen und spielenStudierende des Instituts für Musik der Universität Kassel Julian Birk, Tillmann Eller, Lisa Faber, Barbara Goldmann, Nicole Jukic, Teresa Kahlert, Linda Kleber, Denis Knoche, Georg Krapp, Lea Kretzer, Conny Lewandowsky, Tino Pietraßyk, Christian Schumacher, Ann-Kathrin Vogelmann und Susanne Weber Gesamtleitung Reinhard Karger Ausgangspunkt dieser Aufführung, die von den Studierenden des Moduls „Projektarbeit“ am Institut für Musik der Universität Kassel gemeinsam entwickelt wurde, ist das Büchlein „Liebst Du mich?“, in dem der englische Psychiater Ronald D. Laing seine praktischen Erfahrungen in der Auslotung von Untiefen und Missverständnissen in der menschlichen Zweierbeziehung literarisch zugespitzt hat. Diese kurzen, zum Teil aberwitzigen Schauspielszenen sind in der Aufführung verwoben mit Musik der Wiener Operettentradition, es werden Kompositionen von J. Strauss, E. Audran, J. Bayer, A. Czibulka, J. Lanner und C. Millöcker zu hören sein, in denen die Sehnsucht nach erfüllter Liebe und Glückseligkeit thematisiert ist. |
5., 6. Juni 2009 20 Uhr
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Ein Kagel-Schubert-ProjektSax AllemandeFrank Schüssler— SopransaxophonArend Hastedt — AltsaxophonMarkus Maier— BaritonsaxophonMauricio Kagel — Der Mündliche Verrat Franz Schubert — Streichtrio B-Dur Nr. 1 und Nr. 2b „Große Musik ist gleichermaßen aufregend für Kinder und für Weise; ein Beweis ihrer Universalität und für uns Komponisten ein anzupeilender Maßstab. Sollte meine Musik überleben, dann deshalb, weil sie robust genug ist, hochspekulativen Analysen wie auch einem ‚naiven’ Hören standzuhalten. Das hat wenig mit Tradition oder Kompositionstechnik zu tun, aber sehr viel mit der Aufrichtigkeit dieser Musik.“ Mauricio Kagel Mauricio Kagel stellte für Sax Allemande Stücke aus seinem Bühnenwerk Trahison Oracle zusammen und regte das Ensemble zu einer Gegenüberstellung seiner Musik mit der Franz Schuberts an. Eine Idee, die in das Programm Ein Kagel-Schubert-Projekt mündete. Die gleichnamige CD-Produktion des Ensembles wurde 2009 mit dem Echo Klassik ausgezeichnet. Nun ist das faszinierende Programm auch in Kassel zu hören! |
25. September 2009 20 Uhr Gießhaus
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Sport und MusikVom biblischen Speerwurf zur Fußball-WMAusführendeHellmuth Vivell - Einstudierung, Leitung und Klavier Martin Krasnenko - Bariton Katja Friedenberg - Szene Studierende des Institus für Musik der Universität Kassel David Visnadi, Kristin Hoffmann, Johanna Römer Mit einem Essay von Verena Joos Werke von Georges Bizet, Georg Friedrich Händel, Leos Janácek, Charles Koechlin, Eric Satie und Benjamin Schweitzer - Zeitlupen. Eine kleine Fußball-Collage
Der Sport braucht die Musik, das ist Binsenweisheit. Jeder Fußballweltmeisterschaft geht der Qualifikationsmarathon für den Motto gebenden Schlager voraus, jedem Anpfiff das Absingen der Nationalhymnen. Kein Eiskunstlaufwettbewerb ohne zusammengeschnipselte Tonkonserven, keine Rundfunkreportage ohne beruhigende oder Spannung aufbauende musikalische Intermezzi. Der Jogger joggt harmonischer mit dem Knopf im Ohr, die Aerobicerin ist ohne Rhythmuskorsett nicht denkbar, um nur einige Beispiele zu nennen. Der Sport also braucht die Musik. Aber braucht die Musik den Sport? Sind aus den diversen Facetten der Leibesertüchtigung kompositorische Funken zu schlagen? Sind sie. Und wie! Dieser Abend präsentiert musikalisch-sportive Pretiosen vom Barock bis in die Jetztzeit. |
30. November 2009 20 Uhr
Gießhaus
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Labirinto musicale -musikalische IrrgärtenAuris Ensemble Aachen
Volker Mühlberg – ViolineBeatrix Hellhammer – ViolineJames Bush – VioloncelloJohanna Seitz – HarfeLeitung und Moderation - Michael ReudenbachWerke von Johann Sebastian Bach, Johann Caspar Ferdinand Fischer, Johann Erasmus Kindermann, Biagio Marini, Johann Rosenmüller, Georg Philipp Telemann, Johann Theile und Samuel Scheidt
Mit einem musikalischen Labyrinth bezeichnet man im 17. Jahrhundert gerne Werke, die besondere harmonische Kunstmittel enthalten und den Hörer in Bezug auf eine Tonart bewusst in die Irre führen oder die nach höchst artifiziellen Satzregeln komponiert sind. Nun würde man allerdings fehlgehen, in den Irrgärten nur eine erhabene Geheimwissenschaft zu sehen. Zwar spricht eine zeitgenössische Quelle „von gantz sonderbahren Kunst-Stücken und Geheimnissen”, bestimmt die Kompositionen aber ausdrücklich „für die Liebhaber der Music, die belustigt und ergetzt” werden wollen – auch in diesem soundcheck-Konzert. |
31. Januar 2010 17 Uhr Gießhaus
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