soundcheck im Eulensaal

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Konzerte

Konzerte 2010

 

 

Du armer Herr König,

Dein Reich ist nun aus

Jerome Bonapartes Abschied aus Kassel-

ein kabarettistischer Rückblick

Ein Projekt des Instituts für Musik der Universität Kassel

in Zusammenarbeit mit 

museumslandschaft hessen kassel

Ausführende

Es singen und spielen Studierende des Instituts für Musik der Universität Kassel

Recherche und musikalische Einstudierung: Maria Weber-Krüger

Gesamtleitung und Regie: Prof. Reinhard Karger

Mit einem Essay von Michael Kelbling

Jérome Bonaparte, der Bruder Napoleons, regierte von 1807 bis 1813 in Kassel und etablierte mit seinem "Königreich Westphalen" ein zwar kurzlebiges, aber in vieler Hinsicht äußerst zukunftsweisendes Staatsgebilde (Etablierung eines frühen Parlamentes im Fridericianum, Gleichstellung der jüdischen Mitbürger, modernes Rechtswesen etc.).

Die Kasseler Bürger reagierten zwiespältig auf den als überfeinert und leichtlebig geltenden französischen Machthaber, und so sind in der lokalen zeitgenössischen Literatur alle Facetten von devoten Huldigungen bis zu wüsten Schmähliedern vertreten, wie die reichhaltigen Funde aus der Handschriftenabteilung der Murhardschen Bibliothek und aus dem Deutschen Volksliedarchiv Freiburg zeigen.

Das Projekt konzentriert sich auf das Ende von Jeromes Regierungszeit und zeichnet in Liedern und Texten ein Bild von Jeromes unrühmlicher Flucht aus Kassel.

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soundcheck 22

26., 27. Januar 2008

20 Uhr

Eulensaal

der Murhardschen Bibliothek

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit groteskem Riesenbogen

Kammermusik von Juro Mêtšk und Anton Webern

 

Ensemble UnitedBerlin

Yoriko Ikeya - Klavier

Jean-Claude Velin - Viola

Werner Klemm - Violoncello

Matthias Bauer - Kontrabass

Lars Burger- Kontrabass
Erich Wagner - Leitung

Mit einem Essay von Prof. Dr. Matthias Henke

 

Anton Webern und Juro Metšk. Der eine stammt aus Österreich, aus Wien; der andere aus Bautzen, aus der Oberlausitz. Der eine starb 1945 unter dem Kugelhagel eines amerikanischen Soldaten, neun Jahre bevor der andere im sowjetisch besetzten Deutschland auf die Welt kam.

Und doch haben die beiden Komponisten so viel gemeinsam, als gehörten sie einer gemeinsamen Familie an: die Dichte ihrer musikalischen Texturen, denen das Dekor fremd ist, die tiefe Abneigung gegen jeden Ton zuviel sowie die Überzeugung, nicht den Verlockungen der „lärmenden Welt“ zu folgen, sondern die Stille, das eigene Ich, zu suchen, aber auch auszuhalten.

Kein Wunder, dass Schönbergs auf Webern gemünzter Satz, er könne mit einer einzigen Geste einen ganzen Roman ausdrücken, ebenso auf Metšk zutrifft.

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soundcheck 23

29. Februar 2008

20 Uhr

 

Eulensaal

der Murhardschen Bibliothek

 

Vier Konzerte in Kooperation mit dem

hessischen Rundfunk und

museumslandschaft hessen kassel

im Ballhaus Wilhelmshöhe

soundcheck 24-27
 

Die Wanderer

Werke von Felice Blangini, Louise und Johann Friedrich Reichardt, Fanny und Felix Mendelssohn Bartholdy

 

Ausführende

Britta Stallmeister -Sopran

Birgit Schmickler - Mezzosopran

Georg Poplutz - Tenor

Christian Schulte - Klavier

Mit einem Essay von Verena Joos

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soundcheck 24

17., 18 Mai 2008

Ballhaus Wilhelmshöhe

 

 

 

Von Wien nach Kassel? Von Kassel nach Wien!

Streichquartette von Ludwig van Beethoven und Friedrich Ernst Fesca

Diogenes-Quartett

Mit einem Essay von Verena Joos

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soundcheck 25

21., 22. Juni 2008

Ballhaus Wilhelmshöhe

 

 

Bewerber und Kandidaten

Klaviertrios von Ferdinand Ries, Louis Spohr und Robert Schumann

Gelius-Trio

 

Mit einem Essay von Verena Joos

 

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soundcheck 26

19., 20. Juli 2008

Ballhaus Wilhelmshöhe

 

 

 

 

Der Leibkoch, der Sohn, sein Instrument und die Residenzstadt

Werke für Oboe und Streichtrio von Louis Massonneau, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven

 

Ensemble Più

Mit einem Essay von Verena Joos

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soundcheck 27

16., 17. August 2008

Ballhaus Wilhelmshöhe

 

 

 

Musik und Mathematik

the penrose piano book of pentatonic secrets

 

Reinhard Karger: the penrose piano book of pentatonic secrets

Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen (Auszüge) BWV 988

 

Hellmuth Vivell - Klavier

Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher - Texte

 

Der englische Mathematiker Roger Penrose hat ein faszinierendes Puzzle erdacht: es besteht aus nur zwei Grundelementen - einer großen und einer kleinen Raute - und ergibt als Ganzes doch ein äußerst komplexes und irritierendes Bild. Man erkennt sofort, dass es geordnete, kristallähnliche Strukturen aufweist, kann aber weder ein Zentrum noch - wie sonst bei Kristallen - einen überall identischen kleinsten Grundbaustein ausmachen. Dieses Puzzle versetzt Auge und Gehirn in einen genauso paradoxen wie beunruhigenden Zustand: Chaos und Ordnung gleichzeitig. Die Unruhe rührt daher, dass es sich hier um eine sogenannte "fünfzählige" Struktur handelt: die Seitenlinien aller Rauten ordnen sich parallel zu fünf das Winkeltotal von 360° gleichmäßig unterteilenden Achsen (also eine Art fünfzähliges Koordinatensystem), und das ist für unsere Wahrnehmung und für unser Denken äußerst ungewöhnlich.

Von diesem Phänomen inspiriert, versucht Reinhard Karger eine parallele musikalische Welt zu erschaffen, die auch von ganz einfachen Grundelementen ausgeht (fünftönige Akkorde) und durch vielfältige Transformationen zu sehr verschiedenartigen Gewichtungen von Ordnung und Chaos gelangt. Auf diese Weise entstand eine neue Art Pentatonik - eine experimentelle Fünftonmusik.

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soundcheck 28

24. Oktober 2008

20 Uhr

 

Eulensaal

der Murhardschen Bibliothek

 

 

 

Kairos Quartett

 

Die 29ste Ausgabe von soundcheck im Eulensaal stellt Streichquartette von drei renommierten zeitgenössischen Komponisten vor, die auf je eigene und unverwechselbare Art Außenseiterpositionen in der Musikwelt repräsentieren: Die älteren Luciano Berio (Italien) und György Kurtág (Ungarn) und der jüngere Georg Friedrich Haas (Österreich) vertreten zwei Generationen von eigenwilligen Klangsuchern, als deren gemeinsamer Referenzpunkt aus dem vergangenen „alten Europa“ der c-moll-Quartettsatz von Franz Schubert, dem vierten Komponisten im Programm, gelten könnte. Das in Berlin ansässige Kairos Quartett widmet sich seit seiner Gründung 1996 vornehmlich der Musik des ausgehenden 20. und des 21. Jahrhunderts. Richtungsweisende Kompositionen nach 1950 und Uraufführungen stehen im Mittelpunkt; hierzu gehören die Traditionslinien europäischer Musik ebenso wie die anderer Kulturen (etwa Fernost) oder Kompositionen, die andere Medien wie Elektronik, Video, Sprache oder Szene einsetzen.

Workshops und Seminare zur Neuen Musik und ihren Spieltechniken präsentierte das Kairos Quartett bisher an diversen Musikhochschulen und im Rahmen von Festivals in Deutschland, Mexiko, Österreich, Norwegen, Polen und der Schweiz, seine zahlreichen Auftritte führten es zu den Internationalen Ferienkursen in Darmstadt, sowie zu renommierten Festivals wie den Berliner Festwochen, Cervantino, Éclat, Festival d'Automne, Huddersfield, Salzburger Festspiele, Warschauer Herbst und Wien Modern.

Kairos Quartett

Wolfgang Bender - Violine

Stefan Häussler - Violine

Simone Heilgendorff - Viola

Claudius von Wrochem - Violoncello

 

György Kurtág (*1926)

Quartetto per archi [1959]

Franz Schubert (1797-1828)

Quartettsatz in c-moll D 703 ph [1820]

Georg Friedrich Haas (*1953)

Streichquartett Nr. 2 [1998]

Luciano Berio (1925-2003)

Notturno (Quartetto III) für Streichquartett [1986/93]

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soundcheck 29

17. Dezember 2008

18 Uhr

 

Eulensaal

der Murhardschen Bibliothek