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Du armer Herr König,Dein Reich ist nun ausJerome Bonapartes Abschied aus Kassel-ein kabarettistischer RückblickEin Projekt des Instituts für Musik der Universität Kassel in Zusammenarbeit mit museumslandschaft hessen kassel AusführendeEs singen und spielen Studierende des Instituts für Musik der Universität Kassel Recherche und musikalische Einstudierung: Maria Weber-Krüger Gesamtleitung und Regie: Prof. Reinhard KargerMit einem Essay von Michael KelblingJérome Bonaparte, der Bruder Napoleons, regierte von 1807 bis 1813 in Kassel und etablierte mit seinem "Königreich Westphalen" ein zwar kurzlebiges, aber in vieler Hinsicht äußerst zukunftsweisendes Staatsgebilde (Etablierung eines frühen Parlamentes im Fridericianum, Gleichstellung der jüdischen Mitbürger, modernes Rechtswesen etc.). Die Kasseler Bürger reagierten zwiespältig auf den als überfeinert und leichtlebig geltenden französischen Machthaber, und so sind in der lokalen zeitgenössischen Literatur alle Facetten von devoten Huldigungen bis zu wüsten Schmähliedern vertreten, wie die reichhaltigen Funde aus der Handschriftenabteilung der Murhardschen Bibliothek und aus dem Deutschen Volksliedarchiv Freiburg zeigen. Das Projekt konzentriert sich auf das Ende von Jeromes Regierungszeit und zeichnet in Liedern und Texten ein Bild von Jeromes unrühmlicher Flucht aus Kassel. |
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Mit groteskem RiesenbogenKammermusik von Juro Mêtšk und Anton Webern
Ensemble UnitedBerlinYoriko Ikeya - Klavier Jean-Claude Velin - Viola Werner Klemm - Violoncello Matthias Bauer - Kontrabass Lars Burger- Kontrabass Mit einem Essay von Prof. Dr. Matthias Henke
Anton Webern und Juro Metšk. Der eine stammt aus Österreich, aus Wien; der andere aus Bautzen, aus der Oberlausitz. Der eine starb 1945 unter dem Kugelhagel eines amerikanischen Soldaten, neun Jahre bevor der andere im sowjetisch besetzten Deutschland auf die Welt kam. Und doch haben die beiden Komponisten so viel gemeinsam, als gehörten sie einer gemeinsamen Familie an: die Dichte ihrer musikalischen Texturen, denen das Dekor fremd ist, die tiefe Abneigung gegen jeden Ton zuviel sowie die Überzeugung, nicht den Verlockungen der „lärmenden Welt“ zu folgen, sondern die Stille, das eigene Ich, zu suchen, aber auch auszuhalten. Kein Wunder, dass Schönbergs auf Webern gemünzter Satz, er könne mit einer einzigen Geste einen ganzen Roman ausdrücken, ebenso auf Metšk zutrifft. |
29. Februar 2008 20 Uhr
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Vier Konzerte in Kooperation mit demhessischen Rundfunk undmuseumslandschaft hessen kasselim Ballhaus Wilhelmshöhe |
soundcheck 24-27 | |
Die WandererWerke von Felice Blangini, Louise und Johann Friedrich Reichardt, Fanny und Felix Mendelssohn Bartholdy
AusführendeBritta Stallmeister -Sopran Birgit Schmickler - Mezzosopran Georg Poplutz - Tenor Christian Schulte - Klavier Mit einem Essay von Verena Joos |
17., 18 Mai 2008 Ballhaus Wilhelmshöhe
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Von Wien nach Kassel? Von Kassel nach Wien!Streichquartette von Ludwig van Beethoven und Friedrich Ernst FescaDiogenes-QuartettMit einem Essay von Verena Joos |
21., 22. Juni 2008 Ballhaus Wilhelmshöhe
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Bewerber und KandidatenKlaviertrios von Ferdinand Ries, Louis Spohr und Robert SchumannGelius-Trio
Mit einem Essay von Verena Joos
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19., 20. Juli 2008 Ballhaus Wilhelmshöhe
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Der Leibkoch, der Sohn, sein Instrument und die ResidenzstadtWerke für Oboe und Streichtrio von Louis Massonneau, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven
Ensemble PiùMit einem Essay von Verena Joos |
16., 17. August 2008 Ballhaus Wilhelmshöhe
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Musik und Mathematikthe penrose piano book of pentatonic secrets
Reinhard Karger: the penrose piano book of pentatonic secrets Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen (Auszüge) BWV 988
Hellmuth Vivell - Klavier Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher - Texte
Der englische Mathematiker Roger Penrose hat ein faszinierendes Puzzle erdacht: es besteht aus nur zwei Grundelementen - einer großen und einer kleinen Raute - und ergibt als Ganzes doch ein äußerst komplexes und irritierendes Bild. Man erkennt sofort, dass es geordnete, kristallähnliche Strukturen aufweist, kann aber weder ein Zentrum noch - wie sonst bei Kristallen - einen überall identischen kleinsten Grundbaustein ausmachen. Dieses Puzzle versetzt Auge und Gehirn in einen genauso paradoxen wie beunruhigenden Zustand: Chaos und Ordnung gleichzeitig. Die Unruhe rührt daher, dass es sich hier um eine sogenannte "fünfzählige" Struktur handelt: die Seitenlinien aller Rauten ordnen sich parallel zu fünf das Winkeltotal von 360° gleichmäßig unterteilenden Achsen (also eine Art fünfzähliges Koordinatensystem), und das ist für unsere Wahrnehmung und für unser Denken äußerst ungewöhnlich. Von diesem Phänomen inspiriert, versucht Reinhard Karger eine parallele musikalische Welt zu erschaffen, die auch von ganz einfachen Grundelementen ausgeht (fünftönige Akkorde) und durch vielfältige Transformationen zu sehr verschiedenartigen Gewichtungen von Ordnung und Chaos gelangt. Auf diese Weise entstand eine neue Art Pentatonik - eine experimentelle Fünftonmusik. |
24. Oktober 2008 20 Uhr
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Kairos Quartett
Die 29ste Ausgabe von soundcheck im Eulensaal stellt Streichquartette von drei renommierten zeitgenössischen Komponisten vor, die auf je eigene und unverwechselbare Art Außenseiterpositionen in der Musikwelt repräsentieren: Die älteren Luciano Berio (Italien) und György Kurtág (Ungarn) und der jüngere Georg Friedrich Haas (Österreich) vertreten zwei Generationen von eigenwilligen Klangsuchern, als deren gemeinsamer Referenzpunkt aus dem vergangenen „alten Europa“ der c-moll-Quartettsatz von Franz Schubert, dem vierten Komponisten im Programm, gelten könnte. Das in Berlin ansässige Kairos Quartett widmet sich seit seiner Gründung 1996 vornehmlich der Musik des ausgehenden 20. und des 21. Jahrhunderts. Richtungsweisende Kompositionen nach 1950 und Uraufführungen stehen im Mittelpunkt; hierzu gehören die Traditionslinien europäischer Musik ebenso wie die anderer Kulturen (etwa Fernost) oder Kompositionen, die andere Medien wie Elektronik, Video, Sprache oder Szene einsetzen. Workshops und Seminare zur Neuen Musik und ihren Spieltechniken präsentierte das Kairos Quartett bisher an diversen Musikhochschulen und im Rahmen von Festivals in Deutschland, Mexiko, Österreich, Norwegen, Polen und der Schweiz, seine zahlreichen Auftritte führten es zu den Internationalen Ferienkursen in Darmstadt, sowie zu renommierten Festivals wie den Berliner Festwochen, Cervantino, Éclat, Festival d'Automne, Huddersfield, Salzburger Festspiele, Warschauer Herbst und Wien Modern. Kairos QuartettWolfgang Bender - Violine Stefan Häussler - Violine Simone Heilgendorff - Viola Claudius von Wrochem - Violoncello
György Kurtág (*1926) Quartetto per archi [1959] Franz Schubert (1797-1828) Quartettsatz in c-moll D 703 ph [1820] Georg Friedrich Haas (*1953) Streichquartett Nr. 2 [1998] Luciano Berio (1925-2003) Notturno (Quartetto III) für Streichquartett [1986/93] |
17. Dezember 2008 18 Uhr
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